weibliche D2-Jugend: Souveräner Sieg in Schwabing
Das letzte Spiel des Jahres – MTSV Schwabing freute sich darauf, die wD2 vom TSV Trudering willkommen heißen zu können. Nach den üblichen Schwierigkeiten, die am Bauhausplatz gut versteckte Sporthalle selbst und -noch komplizierter- einen Parkplatz zu finden, ging es am relativ frühen Sonntag Morgen doch recht optimistisch zum Warmmachen vor dem Spiel.
Dann wurde uns jedoch langsam bewusst, dass wir keine professionelle Torhüterin an Bord hatten, weswegen das Trainerteam drohte, dass wir das Tor entweder gar nicht oder aber mit der einen oder anderen Feldspielerin besetzen müssten. Die erste Option wurde empört abgelehnt und es fanden sich mehr oder weniger Freiwillige, die unter der Bedingung, dass sie zwischenzeitlich auch auf dem Feld spielen dürften, zusagten ins Tor zu gehen.
Um es vorweg zu nehmen: Das Spiel wurde ziemlich ungefährdet mit 9:23 gewonnen. Das klingt sehr gut, ist allerdings vor dem Hintergrund, dass Schwabing zur Zeit doch eher zu den weniger starken Mannschaften in unserer Klasse gehört, vielleicht doch nur „in Ordnung“.
Wieso ging es so aus?
Erst einmal die äußeren Umstände: Die Mädels waren durchaus überdurchschnittlich verärgert darüber, dass der Schiri in ihrer Wahrnehmung unausgewogen gepfiffen hat. Das sah von der Bank weniger dramatisch aus, wegen der Intensität der Beschwerden ist aber eventuell doch etwas dran?!
Dann die eigene Leistung: In der Abwehr waren wir häufig wieder zu weit weg und sind zu spät ran gegangen. Das kennen wir schon. Die Schwabingerinnen konnten das zwar nicht ausgiebig nutzen, aber das eine oder andere Tor wäre durch größere Aggressivität unsererseits vermeidbar gewesen. Das haben die Mädels zwischenzeitlich auch bewiesen, als sie ganz nach Lehrbuch direkt ran gegangen sind, als die Gegenspielerin den Ball hatte. Da ging dann dort nichts mehr… Zweiter Punkt zur Abwehr, nur für die Akten: Auch eine professionelle Torhüterin wäre natürlich hilfreich gewesen (*).
Und im Angriff: Es waren sowohl einige schöne Kombinationen als auch Einzelleistungen zu sehen, über die wir uns auf der Bank sehr gefreut haben. Trefferquote und Wurfgenauigkeit verbessern sich, haben aber immer noch etwas Luft nach oben. Woran wir weiter versuchen werden zu arbeiten ist die Traute (siehe frühere Spielberichte): Wenn eine Lücke zu sehen und/oder keine Anspielpartnerin frei ist – ab dafür (wie es so schön heißt)!
Unter dem Strich: Weil der Spielausgang nie gefährdet war, haben wir versucht, auch beim Ein-/Auswechseln etwas flexibler zu sein. Das ist noch nicht ganz so weit gelungen, wie gedacht. Wie auch in früheren Spielen haben wir gesehen, dass die Mädels es sowohl vorne als auch hinten können, nur fehlt noch etwas die Stabilität. Daran arbeiten wir weiter, damit wir uns im Rest der Saison oben in der Tabelle festbeißen!
(*) Wir sind sehr froh, dass sich Feldspielerinnen bereit erklärt haben, ins Tor zu gehen! Selbstverständlich halten sie mangels Übung weniger Bälle als unsere Profi-Torhüterinnen. Daher ist das überhaupt nicht als Kritik zu verstehen, sondern ganz einfach als Fakt.