weibliche D1-Jugend: behält im Spitzenspiel die Nerven
Am Sonntag um 10.30 Uhr kam es zum mit Spannung erwarteten Spitzenspiel in der Bezirksliga 2 zwischen unseren Truderinger Mädels und dem Nachwuchs aus Freilassing.
Beide Mannschaften waren bisher verlustpunktfrei und so konnten sich die Zuschauer auf ein spannendes Spiel freuen.
Körperlich waren wir zwar unterlegen, aber die Richtung war klar. In der Abwehr den Gegner vom Tor fernhalten und im Angriff mit schnellen Beinen und Körpertäuschungen zum Torerfolg kommen.
Trotz des frühen Anpfiffs waren die Mädels super ausgeschlafen und hellwach, aber auch entsprechend nervös.
So waren die ersten Minuten geprägt von Ballverlusten und unsicheren Abschlüssen. Trotzdem konnte man in Führung gehen, sich aber nie richtig absetzen. Nach einer Auszeit in der 14. Spielminute wurde in der Verteidigung immer besser zugepackt. So konnte man mit einem 4-Tore-Vorsprung in die Halbzeitpause gehen.
Die Ansage war klar. In der Abwehr weiter so konzentriert arbeiten wie am Ende der ersten Halbzeit und im Angriff die Schwächen der gegnerischen Torfrau ausnutzen.
Dies konnten die Mädels in den ersten sechs Minuten der zweiten Halbzeit auch umsetzen und den Vorsprung auf sechs Tore ausbauen.
Warum dann aber der berühmte Bruch ins Spiel bei den Truderinger wD Mädels kam, ist schwer zu erklären. Die kräftigen Rückraumspielerinnen des Gegners bekamen nun Oberwasser und konnten ein ums andere Mal einnetzen. Getragen von diesem Erfolg ließen sie sich auch zu vielen unnötigen Härteeinlagen hinreißen. So wurde unsere Kreisläuferin in der Abwehr einfach umgestoßen, ohne dass der Ball in der Nähe war. In unserer Abwehr wurde fortan nur noch mit Prellbockmanier mit Schulter oder Kopf dagegen gehalten. Und auch in der eigenen Abwehr griffen die weit angereisten Freilassinger Mädels ein ums andere Mal zu unfairen Mitteln. Der jungen Schiedsrichterin ist hier wenig vorzuwerfen.
Vielmehr hätten sich die Truderinger Trainer gewünscht, dass der Gästetrainer seine Spielerinnen etwas mehr zurechtgewiesen hätte. Verunsichert durch die ungewohnte Aggressivität des Gegners kämpften sich die Truderinger Mädchen durch die verbleibenden zehn Minuten.
Der sicher geglaubte Sechs-Tore-Vorsprung schmolz zwar unaufhaltsam, doch am Ende stand ein verdienter 20:19-Erfolg, bei dem Trudering nie in Rückstand geriet.
Damit sind die Nachwuchsladies aus dem Münchner Osten nun die einzige ungeschlagene Mannschaft der Liga und freuen sich auf die Gäste aus Salzburg in vier Wochen.