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weibliche D-Jugend: Eine Woche von himmelhoch jauchzend bis zu Tode beleidigt

| Handball

Ein Wechselbad der Gefühle erlebten die Mädchen der weiblichen D-Jugend in der vergangenen Woche. 

Die Woche begann nicht wie gewohnt mit einer Trainingseinheit, sondern mit dem Spiel gegen die Mädels aus Grafing. Es war das Nachholspiel, welches aufgrund von Krankheitsausfällen verlegt werden musste. 
Die erste Geschichte der Woche ist schnell erzählt: Aus einer sehr konzentrierten Abwehr und einer gut aufgelegten Torhüterin kamen die jungen Truderingerinnen immer wieder zum Torerfolg. Positiv zu erwähnen ist in der ersten Halbzeit, dass die Mädels die Anweisungen von der Bank, den Ball ohne Foul zu erobern, konsequent und schnell umsetzen konnten. So stand es zur Halbzeit 12:0. 

In der zweiten Halbzeit konnten sich dann fast alle in die Torschützenliste eintragen und es wurde ein fast schon zu deutlicher Sieg mit 30:3 eingefahren.

Am darauffolgenden Wochenende stand dann die weite Auswärtsfahrt nach Freilassing zum Tabellenzweiten auf dem Programm. Und somit Teil 2 der Geschichte.

Der Gegner war aus dem Hinspiel noch in guter Erinnerung, da die sehr robust agierenden Gäste damals eine Niederlage mit nur einem Tor Unterschied einstecken mussten.

Man war also gewarnt. 

So begann das Spiel auch munter, doch Trudering fand in der Abwehr leider kein Mittel gegen die (nicht nur für eine D-Jugend) unorthodoxe Spielweise ohne Kreis der Freilassinger.

Aber nicht nur hier hatte die Truderinger Abwehr ihre Probleme. Auch beim Hinterlaufen tat man sich schwer.

So stand zur Halbzeit ein 2-Tore-Rückstand zu Buche. 

Als sich die Mädels dann in der Pause bei ihren Trainern beschwerten, dass die Heimmannschaft in der Abwehr auch mal in die Schultern biss und die Mädels beleidigte, konnten die Trainer das erst gar nicht glauben.

Die Ansage war, sich davon nicht beirren zu lassen. Der 2-Tore-Rückstand konnte tatsächlich in eine 2-Tore-Führung umgewandelt werden. Doch dann sollte sich herausstellen, dass die Mädels in der Halbzeitpause doch nichts erfunden hatten.

Der Trainer der gegnerischen Mannschaft ging plötzlich auf die angereisten Eltern los und beschimpfte sie mit dem A-Wort. Auch auf dem Spielfeld wurden die Gäste nun immer häufiger mit Schimpfwörtern belegt, die wir hier nicht nennen können und wollen. Und das von 11- und 12-jährigen Mädchen. Wenn wir in der Abwehr waren, wurde weit abseits von Ball einfach grundlos geschubst und dies nicht nur ein bisschen. 

Leider ließen wir uns dadurch zu sehr verunsichern und mussten eine 22:24 Niederlage hinnehmen. Das geht sportlich völlig in Ordnung.

Dass aber eine Spielerin der Siegerinnen beim Verlassen der Halle in Richtung Kabine die Truderinger Eltern nochmals lautstark mit dem A-Wort beschimpfte, spricht Bände. Auch nach einem Sieg kann man hier offensichtlich nicht auf das schiere Attackieren aller Anwesenden verzichten.

Immerhin stand im Eingangsbereich der Halle ein Aufsteller mit einem DIN A0-Plakat, das auf die Fairplay-Regeln des BHV hinwies. Hätte man sie nur gelesen und nicht nur aufgestellt.

Der Verein behält sich nun vor, diese Vorfälle dem Verband zu melden. Die Vorfälle sind durch nichts zu entschuldigen. Vor allem, wenn man bedenkt, in welcher Altersklasse sie stattgefunden haben.    

Die Truderinger können sich nun am letzten Spieltag revanchieren, falls man Freilassung die Meisterschaft noch wegschnappen sollte. Aber auch wenn das nicht gelingt, geht die Welt nicht unter.

Auch in der Niederlage wäre dann Größe gefragt.

Schlimm genug, dass einige Mädchen vor der Abreise nach München weinten. Nicht, weil wir verloren hatten, sondern weil sie nicht verstehen konnten, wie man in ihrem geliebten Sport so angefeindet werden kann.