weibliche B-Jugend: gegen den Tabellenführer zum Sieg gezittert
Zu ungewohnter Zeit und in ungewohnter Heimspielstätte empfing unsere wB am vergangenen Samstag die HSG B-ONE. Das trug, wie die lediglich 8 anwesenden Spielerinnen, zu nicht grade zuversichtlichen Gesichtern auf Truderinger Seite bei. Die Gäste kamen zudem mit vollem Kader als Tabellenführer nach Trudering.
Der Start ins Spiel verlief dann auch eher holprig. In der Abwehr war man nicht so ganz anwesend und erlaubte den Gästen sehr einfache Durchbrüche und vorne passierten einfach zu viele technische Fehler und Fehlwürfe. Zum großen Glück der Truderinger befand sich hinter der Abwehr noch eine Torhüterin, die Mal wieder einen klasse Tag erwischt hatte und so nicht nur zu Beginn schlimmeres verhinderte, sondern auch ermöglichte, dass die Truderinger nach einem Timeout beim Stand von 5:8 ins Spiel fanden.
Die Angriffe wurden fortan etwas geordneter und in der Abwehr war man wacher und körperlicher, so hatte man bis zur Halbzeit auf ein Tor aufgeschlossen.
Gleich zum Start der Halbzeit setzten die Mädels dann klasse um, was man in der Pause besprochen hatte. Die Abwehr legte nochmal zu, die langen Pässe der Gäste hatte man im Griff und im Rückzug zeigten die Mädels allesamt fantastischen Einsatz. Auch der Einzelmanndeckung trotzte man zunächst sehr gut. So drehte man das Spiel und konnte bis 10 Minuten vor dem Ende einen zwei Tore Vorsprung halten.
Die Energie, die man in den Rückzug investiert hatte und die geringen Wechselmöglichkeiten (zumal einige Mädels zuvor schon in der wA erfolgreich gespielt hatten) machten sich jetzt aber mehr als bemerkbar. Im Angriff gingen die Mädels auf dem Zahnfleisch, was sie allerdings nicht daran hinderte, in der Abwehr kein bisschen nachzulassen. B-ONE glich so wieder aus und hatte eine Minute vor dem Ende die Chance per Siebenmeter in Führung zu gehen. Dieser schaffte erneut nicht den Weg an Sarah vorbei und im Gegenzug holten wiederum die Truderinger einen Siebenmeter mit wenigen Sekunden auf der Uhr heraus. Dieser wurde souverän verwandelt und mit der Schlusssirene lagen sich die Truderinger erschöpft in den Armen und feierten einen verdienten Sieg. Spielerisch wäre eine Punkteteilung gegen die guten Gäste sicher auch gerecht gewesen, doch den Sieg haben sich die Truderinger mit einer Menge Einsatz unter schwierigen Umständen mehr als verdient.