männliche B-Jugend: Spannung muss sein
Nach dem kleinen Winterschlaf der mB, in dem man den Januar über fleißig Punkte verschenkte, scheint die Mannschaft so langsam wieder in der Form der Hinrunde. Und das nicht nur spielerisch - auch der Spielverlauf erinnert jetzt wieder häufiger an die unnötig vielen knappen Spiele der ersten Saisonhälfte. So machte man auch das Spiel am vergangenen Samstag gegen den SV Anzing ohne große Not sehr spannend und durfte am Ende dennoch über einen 27:24 (15:11) Sieg jubeln.
Das Spiel startete äußerst temporeich, aber auf beiden Seiten auch technisch und im Abschluss fehlerbehaftet. Etwas schneller legten die Anzinger diese Fehler ab und spielten einen frühen 3:0 Vorsprung heraus. Die Truderinger blieben aber ihrer Linie treu und begannen ab der fünften Minute, als der Bann durch das erste Tor gebrochen war, die guten Ansätze in Tore umzumünzen. So konnte wenig später auch schon die erste Führung (5:4) erzielt werden.
Dennoch dauerte es, bis die Truderinger ihren Vorsprung ausbauen konnten. Denn die Gäste ließen sich nicht abschütteln und brachten auch ihre Qualitäten, besonders in Person ihres Rückraumrechten, der zwar weit weg vom klassischen Gardemaß eines Shooters war, aber dennoch teils beeindruckende Würfe im Tor der Truderinger versenkte.
Die größere Breite im Kader und die etwas höhere Sicherheit im Angriff der Truderinger setzte sich gegen Ende der ersten Halbzeit dann aber immer mehr durch und Schritt für Schritt gelang es, sich auf den Pausenstand von 15:11 abzusetzen.
Die Vorgaben für die zweite Halbzeit - Tempospiel beibehalten und ein klügerer Umgang mit den Rückraumwürfen der Anzinger - wurden nur teils umgesetzt. Gegen die immer wieder gleiche Auftakthandlung der Anzinger verpasste man es zu oft im Innenblock herauszutreten oder einen guten Block zu stellen. Doch der Angriff lief von Beginn an rund, die Truderinger konnten den Vorsprung zunächst auf 20:15 ausbauen. In der Folge ließ man einige Chancen auf eine Vorentscheidung ungenutzt. Leider stellte man dann jegliches Rückzugsverhalten einen 3 minütigen Blackout, den die Anzinger gnadenlos mit einem 0:5 Lauf bestraften. Damit war das Spiel wieder komplett offen. Doch die Truderinger schafften es mit einigen Paraden, Ballgewinnen und Gegenstößen sich selbst aus diesem Loch zu ziehen. Beim Stand von 24:20 war die Partie dann trotz ärgster Versuche der Truderinger, nochmal etwas Spannung reinzubringen, entschieden. Besonders erfreulich, dass sich in dieser Phase sogar ein Spieler des jüngeren C-Jugend Jahrgangs ein Herz fasste und nach einem starken eins gegen eins ein entscheidendes Tor erzielen konnte.
Insgesamt zeigten die Truderinger sich phasenweise und in einzelnen Aktionen von ihrer guten Seite, dafür waren die Schwächephasen teils desolat. Dennoch muss man positiv festhalten, dass es immer wieder gelang, sich selbst aus diesen Phasen herauszuziehen.
Wesentlich mehr Konstanz gilt es am kommenden Wochenende auf die Platte zu bringen. Am Sonntag ist man beim - dank der Truderinger - nicht ganz ungeschlagenen, Oberligameister aus Herrsching zu Gast.