Herren 1: Trudering verliert Derby in Anzing
Nach dem Kantersieg gegen den Tabellenletzten SV Neuperlach ging es für die Truderinger gegen die Dritte von Anzing weiter. Obwohl auch diese Mannschaft aus der Bezirksklasse aufgestiegen ist, gehört sie aufgrund einigen Spielern mit jahrelanger Bayernliga-Erfahrungen wohl zu den stärksten Teams der Liga. Somit sollte es für die Truderinger um eine erste Bestandsaufnahme in der noch jungen Saison gehen. In der Trainingswoche beschäftigten sich die Truderinger noch eingehend mit den Stärken und Schwächen der Anzinger, um die nächsten Punkte einfahren zu können.
Von Anfang an entwickelte sich im Anzinger Sportzentrum eine enge Partie. Zwar hatten die Truderinger zu Beginn immer wieder Probleme mit der Rückraumachse um den erfahrenen Nikolaus Jordan, doch gleichzeitig stellte auch das Truderinger Rückraumass Moritz Berndl die Heimsieben immer wieder vor große Herausforderungen, wodurch einige schnelle Tore gelangen. Mit dem 8:6 für Anzing in der 12. Minute konnte sich erstmals eine Mannschaft auf zwei Tore absetzen. Die Truderinger drehten das Spiel dann jedoch innerhalb von vier Minuten auf 8:9. Es zeigte sich jedoch immer wieder, dass die Anzinger auf die Linie des Priener Schiedsrichtergespann, welches sie bereits am Vorwochenende gepfiffen hatte, besser eingestellt war. Die Truderinger ließen sich dagegen von dem ein oder anderen Pfiff aus dem Konzept bringen und fanden sich in der 21. Minute mit 9:11 in Rückstand wider. In den letzten 10 Minuten der ersten Hälfte konnte Anzing zwar zunächst auf 13:10 vorlegen, doch die Truderinger konnten bis zum Halbzeitpfiff wieder auf 15:14 nachziehen. In dieser Phase durfte man sich aber vor allem beim erneut starken Ferdinand Franz im Tor bedanken, der mit einigen starken Paraden die in weiten Teilen zu löchrige Abwehr rettete.
In der Pause nahmen sich die Truderinger für die zweite Halbzeit vor, deutlich körperbetonter und kompakter Abwehr zu spielen. Dies sollte zunächst auch gelingen, die Truderinger verteidigten nun endlich als Einheit, drehten das Spiel auf 15:16 und mussten erst nach knapp fünf Minuten das erste Gegentor in der zweiten Halbzeit hinnehmen. Doch auch die Anzinger hatten die Pause genutzt, die angepasste Abwehrformation stellte die Truderinger vermehrt vor Probleme. Leichte Fehler im Angriff wurden durch schnelle Gegentore bestraft und so drehte Linksaußen Christoph Mayer das Spiel fast im Alleingang auf 21:16 für die Heimsieben. Die Truderinger agierten darauf zunehmend kopfloser, verstrickten sich immer mehr in Nickeligkeiten mit ihren Gegenspielern oder der Tribüne. Die Anzinger dagegen blieben routiniert und nutzen dies auch teils clever aus. So spielten die Truderinger ab der 44. Minute (mit kleineren Unterbrechungen) fast durchgehend in Unterzahl. Anzing konnte sich so immer weiter absetzen und ging in der 55. Minute sogar mit 10 Toren in Front (32:22). Am Ende gelang zwar nochmal etwas Ergebniskosmetik, doch schlussendlich blieb ein 33:26-Heimsieg für die Anzinger Dritte auf der Anzeigetafel stehen.
Die Truderinger müssen sich nach dem Spiel definitiv an die eigene Nase fassen. Statt in der Phase, als das Spiel anfing zu Gunsten Anzings zu kippen, sich auf seine Stärken zu besinnen und die besprochenen Dinge umzusetzen, agierte man überaus kopflos. Bereits letzte Saison war dies leider ein Markenzeichen der Mannschaft, dass man in engen Phasen selten die Ruhe behielt sondern sich stattdessen zu Disputen mit Gegner, Schiedsrichter bzw. Fans hinreißen lies. In der laufenden Saison darf dies dementsprechend nur ein Ausrutscher gewesen sein, wenn man oben mitspielen will.
Weiter geht’s am kommenden Wochenende gegen den TSV Haar. Am Samstag (28.10.) begrüßen die Truderinger die Nachbarn um 18:00 Uhr im Gymnasium Trudering. Wir freuen uns über eure Unterstützung von der Tribüne, wenn es gilt, den Ausrutscher gegen Anzing vergessen zu lassen.