Herren 1: Kantersieg gegen Haar – mit noch Luft nach oben
Nachdem die Truderinger Herren am Vorwochenende die erste Saisonniederlage gegen den SV Anzing III hinnehmen mussten, ging es am nächsten Spieltag gegen den TSV Haar darum, eine Reaktion zu zeigen. Gegen die Nachbarn aus dem Münchner Vorort wollte man – trotz aller Freundschaft – über eine stabile Abwehr und ein konsequentes Tempospiel einen deutlichen Sieg einfahren.
Diese Vorgaben setzen die Truderinger von Beginn an konzentriert um. Die gute gefüllte Tribüne konnte in den ersten Minuten eine insgesamt stabile Truderinger Abwehr sehen, die sich für die Arbeit mit zahlreichen schnellen Toren belohnt. So stand bereits nach 14 Minuten eine komfortable 9:2-Führung auf der Anzeigetafel. Im zweiten Abschnitt der ersten Hälfte schlichen sich dann jedoch bei den Truderingern ein paar Unkonzentriertheiten ein. Die Gäste aus Haar spielten sehr lange, selten wirklich druckvolle Angriffe. Obwohl man dies über weite Strecken ganz gut verteidigte und die Gäste auch immer wieder ins Zeitspiel zwang, fehlte am Ende die letzte Konsequenz und auch etwas Spielintelligenz. So lies man sich von den ungefährlichen Rückraumspielern unnötigerweise rauslocken, wodurch Haar einige Abschlüsse über den Kreis gelangen. Bis zur 26. Minute gelang es den Gästen somit sogar auf 14:9 zu verkürzen. Mit einem 17:11 für die Truderinger ging es in die Kabine.
Für die zweite Hälfte galt als Vorgabe, die langen Haarer Angriffe bis zur letzten Konsequenz zu verteidigen und konzentriert zu bleiben. In der Endabrechnung sollten es unter 20 Gegentore bleiben. Die Truderinger gaben sich in den zweiten dreißig Minuten sichtlich Mühe die Vorgaben umzusetzen. Wie aber bereits in der ersten Hälfte war der Spielball gefühlt 90% der Zeit in den Händen der Haarer. Während Trudering den Großteil seiner Tore aus schnellem Spiel erzielte und selbst im Positionsangriff meist nur wenige Pässe brauchte, spielten die Haarer weiterhin lange Angriffe, in denen dann am Ende irgendwie irgendwann dann doch noch einer zum Abschluss kam. So konnte sich die Heimsieben zwar immer weiter absetzen, doch bereits in der 51. Minute erzielten die Gäste das neunzehnte Tore (31:19) und die Zielvorgabe war in akuter Gefahr. Doch den Truderingern gelang es dann die letzten neun Minuten tatsächlich, das eigene Tore zu vernageln. Da man selbst noch sechs weitere Tore erzielte, konnte das Endergebnis noch auf 37:19 hochgeschraubt werden.
Somit konnten die Ziele für das Spiel erreicht werden und ein klarer Sieg eingefahren werden. Obwohl man zum ersten Mal in der Saison unter 20 Gegentoren blieb, wird man sich in der Abwehr weiter steigern müssen. Denn bereits nächstes Wochenende wartet mit dem TSV Brannenburg sicherlich eine schwerere Aufgabe. Das Spiel gegen die Inntaler hätte eigentlich schon vier Wochen früher stattfinden sollen, musste aber aufgrund der Truderinger Krankheitswelle verschoben werden. So darf man sich nun am 04.11. mit den Brannenburgern messen. Anpfiff ist um 19:00 Uhr in der Halle in der Kirchenstraße 40 in Brannenburg.