TSV Trudering
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mC-Jugend behält die Hand am Handball-Puls

Als Mitte März verkündet wurde, dass aufgrund der COVID19-Pandemie der Handball- und Sportbetrieb eingestellt wird, kam natürlich keine große Überraschung auf, da aus der Berichterstattung klar war, dass es sich hier um eine aussergewöhnliche und schwierige Situation handelte. Bei allem Verständnis war es trotzdem nicht befriedigend, dass die Saison 2019/2020 nun ein jähes Ende haben sollte.
Wir hatten die Kader gerade Anfang März umgestellt, so dass im aktuellen mC-Kader Spieler aus drei Mannschaften zusammen kamen (mC1, mC2 und mD). Die Spieler der mC1 kamen mit einem 4. Platz aus der Landesliga Süd ins Team, die Spieler der mC2 mit einem Platz im unteren Drittel der ÜBL Süd und die Spieler der mD mit dem Meistertitel in der Bezirksklasse 4.

Um diese Teilgruppen miteinander zu „verschweißen“, wollten wir Ende März ein Trainingslager abhalten und auch sonst vor der Qualifikation zur Saison 2020/21 viel zusammen arbeiten. All diese Planspiele lösten sich in Luft auf und gingen kurzfristig in eine komplette Leere über. Dazu kam dann noch die Situation, dass alle Spieler ab Mitte März nicht mehr in die Schule durften, so dass neben den verlorenen sportlichen Gewohnheiten, auch dieser Bereich neue Herausforderungen mit sich brachte.

Dem Trainerteam war von Anfang an wichtig, dass unsere Jungs das Thema „Handball“ nicht aus dem Auge verlieren sollten. Wir wollten dazu beitragen, dass eine gewisse sportliche Routine erhalten bleibt. Am Anfang bestand noch im Hinterkopf der Gedanke, dass eine gute Vorbereitung auf eine eventuelle Qualifikation wichtig wäre. Mit der Zeit wurde aber immer klarer, dass es eine solche nicht geben wird. Trotzdem blieb immer noch unser Ziel, dass Thema „Handball“ ohne Unterbrechung, im Kopf und Körper zu erhalten.
Gleich in der ersten Phase des „Lockdowns“ riefen wir eine Challenge aus, bei dem die Jungs kleine Videos vom Training einstellen mussten, um Punkte zu sammeln. Hierbei war uns immer wichtig, nicht nur auf die Themen „Fitness/Ausdauer/Athletik“ zu setzen, für die wir Übungsreihen für zuhause und Ausdauervorschläge zur Verfügung stellten, sondern auch dem Thema „Ballarbeit“ (Fangen, Werfen, Prellen) einen breiten Raum zu geben. Die Spielregeln dieser Challenge wurde immer an die gegebenen Auflagen angepasst, z.B. als Treffen zu zweit wieder erlaubt waren, haben wir dieses Element in der Challenge aufgenommen.

Mitte April wurde dann die 2. Stufe gezündet und regelmässige Online-Trainings unter einer Videokonferenz eingeführt. Hier konnte man die Übungen aller Spieler beobachten und ggf. Korrekturen vornehmen. Im Rahmen dieses OnlineTrainings gab es einen Athletik- und einen Ballarbeitsteil, letzterer mit koordinativen Übungen mit Ball. Dies sollte den Jungs eine gewisse Planungssicherheit geben und zumindest ein wenig einen „Trainingsbetrieb“ simulieren.

Anfang Mai starteten wir dann mit einer zweiten Challenge, die auf Basis einer Fitness-App abgewickelt wird. Diese App hatte schon ein anderes Team des TSV Trudering genutzt, so dass man auf diesem Wissen aufbauen konnte. Natürlich stehen auch in dieser Challenge Athletik, Ausdauer und Ballarbeit im Fokus. Aufgrund der weiteren Lockerungen konnten wir dann das Kleingruppen-Training Outdoor mit 5 Personen als Bestandteil dieser Challenge aufnehmen.

Diese Chance des Outdoor-Trainings haben wir gleich Mitte Mai offensiv genutzt und regelmässige Teamtrainings auf einer Rasenfläche in 5er-Gruppen abgehalten. Diese dienten der Eingewöhnung und als ein weiterer Baustein, um einen regelmäßigen Trainingsbetrieb zu entwickeln. Da wir ja schon viel im Bereich Athletik gemacht hatten, lag der Fokus zu Beginn auf der Arbeit mit der Koordinationsleiter und der Wurftechnik. Alles auf Basis der staatlichen Vorgaben, Verbands- und Vereinsrichtlinien, die entsprechend erarbeitet und vorgelegt wurden.

Das Thema „neue Lockerungen“ wurde immer wieder eingebaut und umgesetzt. Aktuell können wir wieder untereinander zupassen und den Torwurf mit Torwart durchführen, so dass sich neue Trainingsmöglichkeiten und Variationen ergeben. Ab dem 08.06. geht es weiter mit dem Outdoortraining in größeren Gruppen, was wirklich prima ist, um den persönlichen Kontakt – unter vorgegebenen Abstandsregelungen – zu fördern und weiter auszubauen.

Aktuell stehen wir vor einem weiteren Schritt in Richtung „neuer Normalität“. Dem Training in der Halle unter strengen Hygienebedingungen. Die genaue Ausgestaltung und entsprechende Zeitpläne sind in Arbeit.
Wie immer sich das Thema „Return – to – Play“ auch entwickeln mag, wird das Trainerteam immer entsprechende Anpassungen an ihrem Trainingskonzept vornehmen. Viele Spieler können nach den Pfingstferien wieder in die Schule und ein weiteres Stück „neue Normalität“ prägt sich aus.

Wir als Trainerteam sind sicher, dass wir unseren Jungs in dieser schwierigen Zeit immer ausreichend Input gegeben haben, um „ihren Handballsport“ nicht aus dem Auge zu verlieren und sind uns sicher, dass wir keine großen „Kollateralschäden“ zu Beginn des Regeltrainings beheben müssen. Damit sollten wir relativ schnell in eine gewohnte Trainingsform zurückkehren können.

Auch ein Dank an die Eltern, die ein Auge darauf hatten, dass kein Spieler in dieser schwierigen Zeit den Faden zum Handball verloren hat, der bis zur Corona-Krise entsprechend motiviert in seinem Sport war.
Wir hoffen sehr darauf, dass es eine Saison 2020/2021 geben wird, in welcher Form und Ligeneinteilung auch immer.

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