TSV Trudering
handball

Herren II: Unnötige Derbyniederlage

Truderinger bringen ihr Können nur phasenweise auf die Platte und verlieren zuhause 18:22 gegen SVN München.

Gleich beim ersten Heimspiel der Saison hieß es am Samstag Derbytime für Truderings Zweite. Gegner war der Lokalrivale SVN München aus Neuperlach. Mit guten Erinnerungen an das letzte Aufeinandertreffen (14:19-Auswärtssieg) und beflügelt von dem fulminanten Auftritt in Ebersberg vor zwei Wochen fieberte die Mannschaft dem Aufeinandertreffen entgegen. 

Wie schon zum Saisonauftakt meldeten sich 14 Spieler bei Trainerin Carmen Pertschi einsatzbereit. Darunter war auch Markus Keller, der Stammtorhüter der „Dritten“, der aushalf und komplett durchspielte - dafür an dieser Stelle nochmal herzlichen Dank! Entsprechend groß waren die Erwartungen und die Motivation. Das Motto war klar: hinten soliden stehen, schnell umschalten und vorne das eigene Spiel machen.

Vom Anpfiff an waren die Truderinger voll da, dominierten die Gäste in der Abwehr und machten im Angriff genau dort weiter, wo sie in Ebersberg aufgehört hatten. Nach sechs Minuten stand es bereits 5:0 für den Gastgeber. Als daraufhin auch Neuperlach drei Tore am Stück erzielte und man selbst einen 7-Meter vergab, ging die Selbstverständlichkeit im eigenen Spiel verloren. Darunter litt die Durchschlagskraft im eigenen Abschluss deutlich und der SVN war ein ums andere Mal über die Außenpositionen erfolgreich. In der 23. Minute war aus dem Vorsprung ein 7:11- Rückstand geworden. Die Truderinger erkämpften sich zwar weiterhin regelmäßig Ballgewinne in der Abwehr, konnten diese aber kaum in leichte Tore umwandeln. So blieb es bis zur Pause beim Vier-Tore-Rückstand (7:11). 

Festentschlossen, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen und das Spiel noch zu drehen, kämpfte sich der TSV zu Beginn der 2. Halbzeit wieder bis auf ein Tor an den SVN heran. Leider gelang es aber auch diesmal nicht, die Konzentration aufrechtzuerhalten. Individuelle Fehler, Ungenauigkeiten und eine nachlassende Abwehr sorgten trotz guter Torhüterleistung dafür, dass Neuperlach in der Folge auf fünf Tore davonziehen konnte (13:18, 49. Minute). Insgesamt gesehen blieben zu viele Spieler unter ihren Möglichkeiten und obwohl die Truderinger nie aufsteckten, konnten sie das Spiel nicht noch einmal eng machen. Einige strittige Schiedsrichterentscheidungen gegen die Hausherren taten ihr Übriges. Mit der Schlusssirene verkürzte Christian Pütz zum 18:22-Endstand.

Übrig bleibt eine Derbyniederlage, die umso bitterer ist, da man nicht an einem zu starken Gegner, sondern an der eigenen Leistung gescheitert ist. Was in ihr steckt, hat die Mannschaft zwar auch in diesem Spiel gezeigt – aber ebenso, dass zehn starke Minuten pro Halbzeit nicht zum Gewinnen ausreichen. Das Ziel für das nächste Spiel am 27. Oktober gegen den TSV Schliersee (in Trudering) ist also klar: das eigene Können wieder über 60 Minuten auf die Platte bringen! 

Es spielten:

Wolz, Valentin (3); Neumaier, Simon (3/1); Masa, Friedemann (2); Ruppert, Korbinian (2); Kobold, David (2); Pütz, Christian (2); Pund Roland (2); Beller, Sven (1); von Wagenhoff, Leon (1); Bernhardt, Max; Ladewig, Oliver; Schäffler, Christoph; Keller, Markus (TW); Heidenreich, Roland (TW)

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