TSV Trudering
handball

Herren II: Schwacher Auftritt in Neuperlach

Bittere 27-17-Derbyniederlage gegen SVN München

Eigentlich war die Stimmung gut, als sich Truderings Zweite am Sonntagabend zum Auswärtsspiel in Neuperlach traf. Obwohl einige Leistungsträger kurzfristig verletzungsbedingt abgesagt hatten und nicht jeder Spieler hundertprozentig fit war, hatte Trainerin Carmen Pertschi sowohl zahlenmäßig als auch qualitativ einen recht guten Kader zur Verfügung. Zudem brannten die Truderinger darauf, die unnötige Derbyniederlage aus dem Hinspiel vergessen zu machen. Aber Derbys haben ja bekanntlich eigene Gesetze…

Zu Beginn der Partie sahen die mitgereisten Fans einen gut aufgelegten TSV Trudering. Die Abwehr stand stabil und im Angriff strahlte man von allen Positionen Torgefahr aus. Insbesondere Rechtsaußen Korbinian Ruppert traf in den Anfangsminuten nach Belieben. Beim Spielstand von 2:5 (7. Minute) stellte der SVN seine Abwehr um und nahm beide Außenpositionen konsequent aus dem Spiel. Diese taktische Rochade zeigte Wirkung. Dem TSV gelang es in der Folge nicht mehr, die nötige Dynamik im Angriff zu entwickeln, um zu klaren Chancen zu kommen. Als die Truderinger dann auch noch die erste Unterzahl überstehen müssten, kippte das Spiel allmählich zu Gunsten der Hausherren. Technische Fehler und Unkonzentrierten schlichen sich im Angriff ein und in der Abwehr stimmten die Absprachen plötzlich nicht mehr. Die eine oder andere unglücklich Schiedsrichterentscheidung kam hinzu und so blieb man über zehn Minuten ohne eigenen Treffer. Auch die Einwechslung von Roland Heidenreich, der als erste Spielhandlung sofort einen 7-Meter hielt und auch danach einige gute Paraden zeigte, vermochte dem Spielverlauf keine neue Wendung geben. Symptomatisch für das gesamte Spiel war die letzte Minute der ersten Halbzeit. Der TSV vertendelte im Angriff gleich zweimal den Ball und die Gastgeber konnten durch einfache Gegenstöße eine 6-Toreführung (14:8) zur Pause herausspielen.

In der Kabinenansprache appellierte Carmen Pertschi an die Moral der Truppe und forderte ihre Spieler auf, in den zweiten 30 Minuten wieder deutlich selbstbewusster aufzutreten, von Tor zu Tor zu denken und so den Rückstand aufzuholen. Der Wille dazu war spürbar, aber die zweite Hälfte begann genauso, wie die erste geendet hatte: Vorne wurden die Bälle hergeschenkt und hinten die Neuperlacher zum Torewerfen eingeladen. Bereits in der 33. Minute war der Rückstand auf neun Tore angewachsen. Auch nach dem ersten eigenen Treffer in der zweiten Halbzeit (34. Minute) suchte die Mannschaft den verlorenen Faden in ihrem Spiel weiterhin vergeblich. Zwar kam man in der 42, Minute noch mal auf sechs Tore „ran“, wirklich gefährlich wurde es für die Heimmannschaft aber zu keinem Zeitpunkt mehr. Am Ende mussten die Truderinger feststellen, dass sie gegen einen keineswegs überragend aufspielenden SVN München auch in der Höhe verdient mit 17:27 verloren hatten.

Die Aufarbeitung des enttäuschenden Auftretens begann unmittelbar nach Spielende und begleitete die Mannschaft durch die gesamte Trainingswoche. Nach dem Derby steht am nächsten Samstag (02.03.) die längste Auswärtsfahrt der Saison nach Übersee an. Erklärtes Ziel ist es, dort eine deutliche Reaktion und stark verbesserte Leistung auf die Platte zu bringen.

Es spielten: 

Florian Weber (TW), Roland Heidenreich (TW), Roland Pund (4), Markus Neumaier (3/1), Korbinian Ruppert (3), Friedemann Masa (2), Sven Beller (2), Leon von Wagenhoff (2), Valentin Wolz (1/1), Christoph Schäffler, Max Bernhardt, Nikolai Pusch

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