TSV Trudering
handball

Herren II: Ausrufezeichen in eigener Halle

27:22 – Tabellenzweiter Forstenried II chanchenlos gegen den TSV

Ein spielfreies Wochenende, überschaubare Trainingsleistungen und ein absolutes Top-Team zu Gast – trotz des ersten Heimsiegs der Saison vor zwei Wochen hätte am vergangenen Samstag wohl kein Buchmacher Trudering II eine gute Quote gegeben. Ein mit 14 Spielern voll besetzter Kader machte aber schon vor dem Spiel Hoffnung darauf, dem Tabellenzweiten aus Forstenried einen heißen Tanz bieten zu können. Die Ansprache von Trainerin Carmen Pertschi in der Kabine war eindeutig: Wir sind mehr, wir sind jünger, wir sind schneller und wir machen hinten dicht!

Damit war die Marschroute klar und sie wurde von der Mannschaft vom Anpfiff an hervorragend umgesetzt.  
Die Zuschauer sahen von Beginn an eine starke Spielleistung des Heimteams. Hinten stimmten die Absprachen, wurde gut verschoben und energisch zugepackt. Vorne machte man das Spiel und vermied voreilige und schlecht vorbereitete Abschlüsse. Obwohl der erste 7-Meter vergeben wurde, führten die Hausherren nach acht Minuten verdient mit 5:0. Erst in der neunten Minute gelang den Gästen das erste Tor. Zum zweiten 7-Meter für Trudering trat dann Roland Pund an. Er verwandelte diesen und alle weiteren im Spiel sicher. Auch die erste Unterzahlsituation bremste die Gastgeber nicht aus. Im Gegenteil, während der TSV nur zu sechst auf dem Feld stand, baute man ein 7:3 zu einem 9:4-Vorsprung aus. Die Kommunikation auf der Platte stimmte. Man puschte sich gegenseitig und die Unterstützung von der Bank war großartig. Nach 16 Minuten nahm Forstenried beim Stand von 10:5 die erste Auszeit mit dem Ziel, neue Impulse zu setzen. Dies ließen die Hausherren aber nicht zu. Aus einer soliden Abwehr heraus konnte Trudering immer wieder Nadelstiche setzen und den Vorsprung konstant bei 4 bis 5 Toren halten.  In der schwächsten Phase kurz vor dem Seitenwechsel musste man ein paar leichte Gegentore hinnehmen, ging aber verdient mit 14:10 in die Pause.

Trainerin Carmen unterließ es nicht, die Spieler in der Kabine darauf hinzuweisen, dass noch lange nichts gewonnen sei – sie kennt ihre Mannschaft einfach zu gut! Die Kernaussage war deutlich: "Geht raus, als ob es 0:0 steht, kämpft weiter so und gewinnt die zweite Halbzeit!"

Die Ansage war klar und anders als im letzten Heimspiel (Unentschieden in der 2. Hälfte) lieferten die  Truderinger, was ihre Trainerin verlangte. Vom Anwurf weg konnten der TSV gegen die neue 5:1-Abwehr von Forstenried direkt einnetzen. Es war eines von nur zwei Kreisläufertoren an diesem Tag. Die Kreisspieler hatten es in der Partie gegen eine körperlich deutlich überlegene und tief stehende Abwehr aber auch wahrlich nicht leicht. Dafür zeigte sich der Rückraum in absoluter Galaform (20 Tore von Rückrauspielern!!). Christian Pütz und Sven Beller auf der Mitte hatten mit dem vorgezogenen Abwehrspieler kaum Probleme und sie konnten ein ums andere Mal ihre Mitspieler bestens  in Szene setzen. In der Abwehr ließ der TSV bis zum Schluss nicht nach und verteidigte überdies deutlich geschickter als noch gegen B-one (diesmal nur zwei 2-Minuten-Strafen). Schlechte Wurfmöglichkeiten und Ballverluste von Forstenried waren die Folge. Ein Gegenstoßtor zum 24:17 in der 52. Minute bedeutete die Vorentscheidung zugunsten der Hausherren. Trotzdem schwor sich das Team in einer Auszeit vier Minuten vor Ende nochmals energisch drauf ein, wirklich bis zur Schlusssirene konzentriert weiterzuspielen und nichts mehr anbrennen zu lassen. Spätestens nach dem 27:20 in der 58. Minute durch Thomas Brinke war jedoch allen in der Halle klar, dass an diesem Tag die Punkte bei der Heimmannschaft bleiben würden.

Am ersten Adventssamstag war es egel, wer für Trudering auf dem Feld stand: Eine durchgehend ansprechende Temleistung – bestehend aus einer robusten Abwehr, einem konsequenten Angriffsspiel und gewohnt starken Torhütern – war an diesem Tag der Schlüssel zu einem großartigen Erfolg, den so wahrscheinlich wenige erwartet hatten, der unterm Strich aber verdient und nie gefährdet war. So kann der TSV am nächsten Wochenende mit breiter Brust zum HT München reisen. Das Ziel ist klar: Auch beim Tabellen-Dritten wollen wir mehr als „nur“ mitspielen.

Es spielten: Florian Weber (TW), Roland Heidenreich (TW), Roland Pund (7/3), Arnis Karklins (5), David Kobold (5), Korbinian Ruppert (3), Friedemann Masa (3), Sven Beller (2), Markus Neumaier (1), Thomas Brinke (1), Christian Pütz, Christoph Schäffler, Oliver Ladewig, Max Bernhardt

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